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Der Carl-von-Linné-Gedächtnispreis der Euro-Schulen Trier


Der Gedächtnispreis wurde von den Euro-Schulen Trier, Private staatlich anerkannte höhere Berufsfachschule für Medizinische Dokumentationsassistenten gestiftet und soll fortan im Rahmen der Absolventenverabschiedungen vergeben werden. Mit dem Preis werden hervorragende und innovative Studienarbeiten geehrt, die an den Euro-Schulen Trier von Medizinischen Dokumentationsassistentinnen und -assistenten verfasst worden sind. Erstmals wurde er am 22. Februar 2006 anlässlich der feierlichen Verabschiedung und Zeugnisübergabe des Lehrgangs MDA BW 1 in zwei Kategorien verliehen.

Der Namensgeber


Der Namensgeber des Preises, Carl Linnaeus, nach seiner Erhebung in den Adelsstand 1762 Carl von Linné, war ein schwedischer Arzt und Botaniker. Er wurde am 23. Mai 1707 in Råshult bei Stenbrohult, Südschweden, geboren und verstarb am 10. Januar 1778 in Uppsala.

Carl von Linné könnte man als Ahnherren gleich mehrerer naturwissenschaftlicher Disziplinen bezeichnen. Mit der binären Nomenklatur hat er die Grundlagen der modernen Taxonomie entwickelt, das nach ihm benannte Linnésche System als Methode der hierarchischen Gliederung nach Ober- und Unterbegriffen. Eine Nomenklatur ist ein System von wissenschaftlichen Namen für Lebewesen und von Regeln zu deren Bildung und Anwendung. Oberstes Ziel dieses Ordnungssystems ist es, die Eindeutigkeit für die wissenschaftlichen Namen zu gewährleisten.

Widmeten sich die Gelehrten des 16. Jahrhunderts noch rein dem Erfassen und Beschreiben von Lebewesen, gilt das 18. Jahrhundert ganz allgemein als Zeitalter der wissenschaftlichen Einteilungen und in diesem Sinne war Linné ganz ein Kind seiner Zeit. Das besondere an seinem System bestand aber darin, dass es im Gegensatz zu älteren Ansätzen wesentlich einfacher zu handhaben war und darüber hinaus offen gegenüber der Integration neuer Arten und damit erweiterbar war.

Ein Botaniker als Namensgeber für einen solchen Preis?


Ist Carl von Linné mit seiner Systematik, die auf den Prinzipien des Ordnens und Verstehens beruht, natürlich von grundsätzlicher Bedeutung für die Dokumentations- und Ordnungslehre, so gilt dies im Besonderen für die medizinische Dokumentation. Sein 1763 erschienenes Werk „Genera morborum“ enthält eine systematische Einteilung und damit Klassifikation von Krankheiten. Dadurch steht es am Beginn einer Entwicklung, an deren Ende die „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ steht, die ICD-10 – und damit das Handwerkszeug Medizinischer Dokumentationsassistentinnen und -assistenten. Mit der Namenswahl möchten die Euro-Schulen Trier diesem luziden Geist respektvoll Referenz erweisen.

Ein Preis - zwei Kategorien


Die für die Vergabe des Preises verantwortliche Jury wählt aus allen Abschlussarbeiten eines Kurses die nach ihrer Ansicht preiswürdigen Arbeiten aus, von denen dann eine Arbeit mit dem Carl-von-Linné-Gedächtnispreis in der Kategorie Medizinische Dokumentation /DRG und eine in der Kategorie Klinische Studien / Statistik / EDV ausgezeichnet wird.

Die Euro-Schulen Trier hoffen damit, engagierten jungen Kolleginnen und Kollegen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn den Einstieg in das Berufsfeld Medizinische Dokumentation zu erleichtern.

 

Preisträger 2008


Carl-von-Linné-Gedächtsnispreis 2008 in der Kategorie Klinische Studien / Statistik / EDV


Achim Baumgart:

Datenbank zur Therapieevaluation der Vagusnerv-Stimulation bei therapierefraktären Depressionen

Carl-von-Linné-Gedächtsnispreis 2008 in der Kategorie Medizinische Dokumentation / DRG / Projektmanagement


Steffen Leist:

PsyDatA - Psy Jeunes Data Administration. Eine MicrosoftAccess-Datenbank zur Verwaltung von Psy Jeunes

Preisträger 2007 - Herbst


Carl-von-Linné-Gedächtsnispreis 2007 in der Kategorie Klinische Studien / Statistik / EDV


Johannes Pung:

Ergonomische Gestaltung beim Umgang mit Microsoft Access-Datenbanken

Carl-von-Linné-Gedächtsnispreis 2007 in der Kategorie Medizinische Dokumentation / DRG


Elisabeth Frei:

Einsatz von Kommunikationskarten auf der Intensivstation. Aspekte der inhaltlichen und graphischen Gestaltung

Preisträger 2007 - Frühjahr


Carl-von-Linné-Gedächtsnispreis 2007 in der Kategorie Klinische Studien / Statistik / EDV


Ronny Walter:

PATOS (Patient And Treatment Organisation System) - Eine ACCESS-Datenbank für die Organisation eines Studiensekretariats

 

Preisträger 2006


Carl-von-Linné-Gedächtnispreis 2006 in der Kategorie Medizinische Dokumentation / DRG


Maik Zimmermann:

MDK Analyse nach § 276 Abs. 2 SGB V am Beispiel eines Internistischen Fachbereichs – Anforderung und Auswirkung für das Krankenhaus

Carl-von-Linné-Gedächtsnispreis 2006 in der Kategorie Klinische Studien / Statistik / EDV


Sven Müller („Sir Veillance“):

Datenbank zur internen Surveillance von Nosokomialen Infektionen „DISNI“